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Fortschritt mit der E-Rechnung?

Umständlichkeit durch Digitalisierung
20. Mai 2026 durch
Sascha Reichow
Die meisten wissen nicht, was sie bei der E-Rechnung verlieren.

Nicht den Betrag. Nicht die Positionen.

Sondern die Struktur.

Textzeilen, Gruppenüberschriften, Zwischensummen — alles, was eine Sammelrechnung heute lesbar macht — existiert in einer XRechnung schlicht nicht.

Das XML-Format kennt nur: Artikel. Menge. Preis.

Was beim Empfänger ankommt: Eine Liste von Positionen. Ohne Kontext. Ohne Zuordnung zu Lieferschein, Lieferort oder Projekt.

Gleicher Betrag. Aber die Hälfte der Information ist weg.

Die gute Nachricht: Der Standard hat Referenzfelder dafür: Lieferscheinnummer, Projektreferenz, Lieferadresse, Positionsfreitext.

Die Struktur geht nicht verloren, sie wandert nur in die Position hinein statt zwischen die Zeilen.

Aber die unbequeme Wahrheit: Die meisten ERP-Systeme befüllen diese Felder heute nicht automatisch. SAP Business One zum Beispiel, jedenfalls noch nicht!

Wer jetzt einfach „E-Rechnung aktiviert“ und weitermacht wie bisher, schickt seinem Kunden eine valide XML. Aber eine inhaltsleere.


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